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Kennen Sie Tunesien? „Werbetexterin” Judith Broekmann, auch als Service Managerin für die TUI Service AG im Einsatz, hat eine kleine Hommage über das nordafrikanische Land geschrieben. Lesen Sie selbst: 
"Die Leibhaftigkeit des Märchens", notierte sich der Maler Paul Klee voller Begeisterung während seiner Tunesienreise im Jahr 1914 ins Tagebuch, hingerissen vom Licht und von den Farben des Landes. Er war begeistert von den orientalischen Märkten, den maurischen Palästen, den Rufen der Muezzins von den Minaretten und der Freundlichkeit der Menschen. Paul Klee setzte mit magischen Farben und Formen all das in seinen Bildern um, was die Besucher noch heute immer fasziniert, den Orient, entsprungen wie aus Sheherazades Märchenwelt in 1001 Nacht.

Das nördlichste Land Afrikas lockt im Norden mit fruchtbaren Gebirgen, während im Süden die Sahara mit Salzseen, Dünen und Oasen fasziniert. Warme Sonnenstrahlen, herrlich weisse Sandstrände, türkisfarbenes Meer, malerische Altstädte und urige Bergdörfer. Das sind genau die richtigen Zutaten für einen perfekten und spannenden Urlaub. Dabei ist Tunesien längst zum Ganzjahresziel für wärmebedürftige Touristen geworden, denn auch im Winter sind die Temperaturen mild. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen betragen auch dann 16 bis 19 Grad. Sportler und Wanderer zieht es im Frühjahr und Herbst nach Tunesien. Die Strände sind für Badegäste zwischen Mai und Oktober die Attraktion, die Wassertemperatur liegt dann meist bei angenehmen 25 Grad. Das Hotelangebot der TUI in Tunesien ist sehr vielfältig und bietet für jeden Besucher etwas. Zudem ist die TUI mit zwei Magic Life Clubs und acht RIU Hotels in Tunesien vertreten.

In Tunesien gibt es zwei grosse Zielge­biete. Das tunesische Festland mit seinen Zielflughäfen Monastir, Tunis und Enfidha und den touristisch wichtigen Zonen Skanes, Port El Kantaoui, Sousse, Mahdia und Hammamet. Das tunesische Festland bietet dem Urlauber spannende Geschichte, Kultur, azurblaue Strände und wunderschöne Landschaften. Der Süden lädt mit seinen drei Wüstenarten wie beispielsweise der Salzwüste Chott-el-Jerid zu Touren ein. Ein abenteuerlicher Ausflug mit dem Jeep zu einer fruchtbaren Oase sollte im Ferienprogramm enthalten sein. Die „Medina” oder Altstadt von Tunis wurde im 7. Jahrhundert erbaut. Vom 12. bis 16. Jahrhundert war Tunis eine der grössten und reichsten Städte der islamischen Welt und die Medina zeugt von dieser früheren Pracht. Besucher können sich bei einem Bummel durch das Gewirr enger, verwinkelter Gassen auf die Reise in die Vergangenheit begeben und mit den Einheimischen um farbenfrohe, handgeknüpfte Teppiche, Gold- und Silberschmuck, Kupfer-, Messing- und Lederwaren sowie exotische Gewürze feilschen. Auch das nahe gelegene Vorzeigedorf Sidi Bou Said mit seinen weiss-blauen Häusern ist einen Besuch wert. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick übers Meer. Geschichtliche und kulturelle Highlights bietet Tunesien auch. Die Ausgrabungsstätte in Dougga und das beeindruckende Amphitheater El Djem, wo regelmässig Konzerte stattfinden, sind einige Beispiele.

Im Golf von Gabes liegt die zweite Destination, die Insel Djerba. Auch die grösste Insel Nordafrikas verfügt über einen eigenen Flughafen, der in der Nähe der Inselhauptstadt Houmt Souk liegt. Djerba hat die schönsten Strände Tunesiens und ist der ideale Startpunkt für Entdeckungsreisen in die unendlichen Weiten der Sahara. Die Oase Zarzis, die auf dem Festland liegt, ist über den Römerdamm bequem zu erreichen. Denn nach Süden hin ist Djerba mit einem etwa sieben Kilometer langen und gut zehn Meter breiten Damm mit dem Festland verbunden. Nach weiteren 30 Kilometern kommt man zur Oase Zarzis.

Von Matmata im Norden bis Tataouine (der Filmplanet „Tatooine“ in Star Wars verdankt dem Ort seinen Namen) im Süden des Dahar-Höhenzuges leben die Stämme der Wüstennomaden. Zum Schutz vor Hitze, Kälte und Sandstürmen gruben sie kraterförmige Schächte fünf bis zehn Meter tief in das weiche Gestein. Die Ksour (Singular: Ksar, Speicherburgen) wurden als Erntelager benutzt. Von den offenen Lichthöfen gehen seitlich die Wohn-, Schlaf- und Vorratskammern ab. Die heute noch bewohnten Höhlenwohnungen kann man gegen ein kleines Trinkgeld besichtigen. Natürlich hat auch hier das 21. Jahrhundert Einzug gehalten. Über so mancher Wohnung thront heute eine Satellitenanlage, die in viel besuchten Orten den Illusionen der Touristen zuliebe schon mal mit dem einen oder anderen Palmwedel zugedeckt wird. Besonders schöne Speicherburgen sieht man in den Orten „Ksar Ouled Soltane“ und „Ksar el Hallouf“. Manche wurden mittlerweile zu einfachen Hotels umgebaut oder dienen als Souvenirläden.

Nervenkitzel und Entspannung liegen in Tunesien nah beieinander. Nervenkitzel und Abenteuer kann man auf einer der zahlreichen Wüstentouren erleben. Entspannung findet man sicher in einem der zahlreichen „Wellness-Tempel“. Hier darf der Besuch eines typischen tunesischen Thermalbades, dem „Hammam“, nicht fehlen. Autofahren ist eher Nervenkitzel, denn Entspannung. Eine Fahrt mit dem Auto ist in Tunesien allgemein und ganz besonders in der Hauptstadt Tunis ein wahres Abenteuer. Der Fahrer benötigt Geduld und Nervenstärke, da es zwar Verkehrsregeln gibt, diese aber nicht wirklich eingehalten werden.

Was kommt auf den Tisch? Manche Urlauber kommen in Tunesien ganz schön ins Schwitzen, nicht wegen der Sonne, sondern ganz gemütlich am Tisch eines Restaurants sitzend. Dann nämlich, wenn sie wie die Tunesier am Nachbartisch ihr Weissbrot beherzt in die sämige rote Sosse tunken, die vor ihnen auf dem Tisch steht, und das ganze ahnungslos heruntergeschluckt haben. Für europäische Gaumen, die nur an mildes Essen gewöhnten sind, ist die feurige und allseits sehr beliebte „Harissa“ extrem scharf. In kleinen Dosen und mit etwas Olivenöl genossen, ist sie jedoch sehr schmackhaft. 

Als Vorspeise ist auch „Brik“ sehr beliebt, eine frittierte Teigtasche, die mit allem gefüllt werden kann, was die Fantasie des Koches hergibt. Das tunesische Nationalgericht ist „Couscous“. Die Berber bereiteten den gedämpften Gries rein vegetarisch zu, heute wird er auch mit Huhn, Hammel oder Lamm gegessen. Jedes Essen wird mit einem Glas Minztee (gerne auch mit Pinienkernen) abgeschlossen.

Was gehört in die Einkaufstasche? Absolut typisch sind eine Wasserpfeife oder ein Plüschkamel. Nützlich und wirklich wunderschön ist Keramik aus Nabeul & Djerba, ausserdem alles aus Olivenholz, Olivenöl und natürlich Gewürze, die man am besten in den kleinen Gassen der vielen Medinas einkauft.

Die Autoren: Judith Broekmann mit freundlicher Unterstützung von Marita Pfoser, Yvonne Abdelghani, Sandra Gindele und Todor Petrov.