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Endlose Sandstrände, ideale Wassersportbedingungen und durchschnittlich 350 Sonnentage im Jahr. Als beliebte Ganzjahresdestination sind die Kapverden inzwischen mehr als nur eine Alternative zu den Kanarischen Inseln. 350.000 Gäste sind 2018 mit TUI auf die Inselgruppe inmitten des Atlantischen Ozeans gereist. Mit der Eröffnung des Robinson Clubs Cabo Verde Ende 2019 werden es noch ein paar mehr. Wie nachhaltig ist solch ein Hotelwachstum in einem abgelegenen Inselstaat? Und welche Rolle spielen die Wünsche der Gäste bei der Entwicklung eines neuen Clubs? Ein Ortsbesuch zwischen Wind und Wellen auf der Insel Sal.

Farbenfrohe Häuser und eine kreolische Kultur – die Kapverden sind eine bunte Mischung aus Europa und Afrika.

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Habib Rahmouna läuft gestikulierend und mit lauter Stimme durch die leere Eingangshalle des Hotels in Santa Maria. Der kleine Ort an der Südspitze der kapverdischen Insel Sal ist ein Magnet für Urlauber mit seinem langen Sandstrand, den bunten Fischerbooten und einheimischen Surfern. Aktuell bekommen Besucher statt eines kühlen Getränks jedoch erst mal einen Bauhelm überreicht. „Wir haben das Hotel gerade erst übernommen und sind mitten in den Abrissarbeiten“, erklärt Habib. Er ist Projektmanager bei Robinson und arbeitet bereits seit 27 Jahren für die Premium-Clubmarke der TUI Group. Auf Sal koordiniert er die Baumaßnahmen für den künftigen Robinson Club Cabo Verde.

Von der Saline zum Surfmekka

Fragt man die Einheimischen auf Sal nach der Regenzeit, scheint das Phänomen sehr übersichtlich: „Bei uns regnet es nur ein paar Tage im Jahr, und die sind im September.“ Nimmt man zur Sonnengarantie nun noch das Motto der Inselbewohner – „No stress“ – hinzu, sind schon mal alle Zutaten für einen erholsamen Urlaub beisammen. Die Kapverden liegen mehr als 500 Kilometer vor der senegalesischen Küste und waren bis zur Entdeckung im Jahr 1445 unbewohnt. Europäische Siedler mischten sich mit afrikanischen Sklaven – eine neue kreolische Kultur entstand. Lange ernährten Viehzucht und Salzabbau die Bevölkerung auf Sal. Erst später entdeckten Surfer, Taucher und Badeurlauber das angenehme Klima und den beständigen Passatwind für sich. Auch TUI und die Hoteltochter Riu glaubten an das Potenzial der Kapverden und investierten kontinuierlich in den Ausbau der Infrastruktur. 2005 wurde das erste Riu-Hotel eröffnet. Heute sind es fünf Hotels auf Sal und der Nachbarinsel Boa Vista mit 3.480 Zimmern sowie ein TUI-Sensimar Hotel nur für Erwachsene. Inzwischen ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes. Das Angebot an Flügen aus Europa steigt und TUI Destination Experiences organisiert mit über 50 Reiseleitern Transfers und Touren über die Inseln.

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Eine nachhaltige Rechnung

Auf der Baustelle ist Habib inzwischen beim nächsten Aufgabenfeld angelangt: „Unser Ziel ist es, den Club möglichst umweltfreundlich zu gestalten und gleichzeitig die Energiekosten zu senken.“ Eine echte Herausforderung in einem trockenen, ressourcenarmen Land wie den Kapverden. Zumindest beim warmen Wasser ist die Sonne behilflich. „Mit unserer geplanten Solaranlage und der Wärmerückgewinnung aus unserer Klimaanalage werden wir 100 Prozent des Warmwassers kostenlos und umweltfreundlich erzeugen.
Gleichzeitig bauen wir eine eigene Kläranlage, nutzen das gereinigte Wasser in der Gartenbewässerung und sparen so rund 500 Euro pro Tag“, rechnet Habib vor. Eine effiziente, zentrale Klimaanlage und ein modernes Beleuchtungskonzept mit LED-Lampen sollen zudem den Stromverbrauch der gesamten Anlage halbieren und die Umwelt schonen. Aber auch der Atlantik vor der Tür wird einen Beitrag leisten: Eine Osmoseanlage wandelt Salz- in Frischwasser um, das einen Teil des täglichen Hotelbedarfs decken kann. „Der nächste Schritt wäre dann eine eigene Trinkwasseranlage“, plant der Projektmanager.

Meer für die Gäste

Doch zunächst steht ein Baustellen-Rundgang mit Regionalmanager Holger Reinshagen an. Eigentlich ist er für die Robinson Clubs in Spanien und Portugal zuständig. Doch durch die engen Verbindungen der Kapverden nach Portugal liegt ein gemeinsames Management nahe. „Fast alles an Baumaterial und Lebensmitteln werden aus Portugal und von den Kanaren importiert“, erklärt Holger. Die Kehrseite der extremen Trockenheit auf der Insel. „Aber die Lage das Clubs ist wirklich einmalig. Wir werden dem Blick auf das Meer viel Raum geben und mit Relax-Bereichen sowie Chill-out-Zonen, unserer Beachbar und der großzügigen Wassersportstation den Strand besonders in Szene setzen.“

Recruiting im Atlantischen Ozean

Doch um Gästewünsche zu erfüllen, fehlen noch die geeigneten Mitarbeiter. Holger verabschiedet sich daher, um eine Recruiterin zu treffen. Dabei bietet eine Ganzjahresdestination Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: TUI minimiert auf diese Weise saisonale Effekte und bietet Urlaubern auch im Winter eine größere Auswahl an attraktiven Reisezielen. Für die Einheimischen wiederum ergeben sich ganzjährige Beschäftigungsmöglichkeiten in der Hotellerie. Fast 40 Prozent der Bevölkerung sind bereits in der Branche beschäftigt. Einer von ihnen steht mit Schlapphut und Neoprenanzug an der Lagune von Buracona. Rettungsschwimmer Silvio verweist begeistert auf ein Naturschauspiel, bei dem die Sonne ein schillerndes blaues Auge auf das Meerwasser zeichnet. Plötzlich pfeift er und ermahnt eine Gruppe Touristen, sich der Brandung an den vulkanischen Klippen nicht weiter zu nähern. „Ich verstehe nicht, wieso Menschen sich für ein Selfie in Gefahr bringen“, sagt er. „Als Familie im Urlaub sollte man die Handys in den Safe schließen und eine gute Zeit zusammen haben.“ Von „Digital Detox“ hat Silvio noch nie gehört. Wozu auch? Sein Herz schlägt für das Meer und diese Inselgruppe: „Ich wurde hier geboren, ich lebe hier und hier werde ich sterben – auf einer Insel im Atlantik.“ Die tiefe Verbindung der Menschen zu dem Wind und den Wellen, die Sal umgeben, ist überall spürbar. Und der Tourismus? Schafft Perspektiven für das Leben auf einer Sonneninsel weit draußen im Meer, auch Reiseleiter aus deutschsprachigen Ländern haben hier die Möglichkeit zu arbeiten.

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Eine Million Meeresschildkröten …

… will die TUI Care Foundation bis 2020 retten. Nur jeder tausendste Schlüpfling erreicht unter natürlichen Bedingungen das Erwachsenenalter. Die Kapverden sind Heimat der weltweit drittgrößten Population Unechter Karettschildkröten, die zu den am stärksten bedrohten der Welt gehören. Gemeinsam mit den lokalen Partnern Project Biodiversity und BIOS.CV schützt die TUI Care Foundation die Brutstätten der Meeresschildkröten. Am Strand des Riu Palace Cabo Verde informieren Freiwillige die Gäste über die Bedeutung des Schutzes von Schildkröten und geben ihnen praktische Tipps, wie sie ihren Urlaub verantwortungsvoll gestalten können.

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